Auswahl unterstützter Projekte

Anhand einer nicht abschliessenden Auswahl von Projekten soll gezeigt werden, wie sich die SLB mit dem Fonds Gesundheit in den letzten Jahren engagierte.

Ambulatorium für Folter und Kriegsopfer (afk)

Das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer stellt traumatisierten Menschen ein ambulantes Therapieangebot zur Verfügung. In der Schweiz lebt jede vierte Person, die als Flüchtling anerkannt ist, mit den Folgen systematischer Gewalt.
Die Beschwerden sind vielfältig: körperliche Schmerzen, Panikattacken, Depressionen, soziale Isolation. Im Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer finden diese Menschen Hilfe – dank einer Therapie, die verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und Sozialarbeit kombiniert. Das Team besteht aus Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachrichtungen sowie Psychologinnen und Psychologen.

Das afk wird jährlich mit einem fixen Beitrag aus dem Fonds Gesundheit Lindenhof unterstützt.

Jahr 2019

Neubeschaffung technischer Ortungsgeräte REDOG

Bei der Suche und Ortung von verschütteten Menschen ergänzen sich Hundenasen und technische Hilfsmittel ausgezeichnet. Die derzeit bei REDOG eingesetzten Geräte wie beispielsweise Kameras, Endoskope, Horchgeräte etc. sind teilweise veraltet. Mit der Beschaffung neuer und zusätzlicher Geräte soll REDOG im Bereich der technischen Ortung wieder auf den neusten Stand der Technik gebracht werden, um bestens für den Einsatz gerüstet zu sein.

MOVE

Das SRK Neuenburg (CRNE) plant die Entwicklung von Förderung, Begleitung und Unterstützung der körperlichen Aktivität von gefährdeten und körperlich inaktiven Menschen, deren körperliche Inaktivität schädlich ist. Das CRNE bietet die Betreuung durch einen Bewegungsexperten an, welcher die Teilnehmenden zu Einzelgesprächen empfängt, um sie zu motivieren, zu beraten und sie dann in den Gruppenunterricht zu begleiten.

Zahnprojekt Sans-Papiers

Ziel des vorliegenden Projekts ist es, Sans-Papiers den Zugang zu zahnmedizinischer Grundversorgung zu gewähren. Dies soll durch den Ausbau der Freiwilligenarbeit bei der Anlaufstelle für die Gesundheitsversorgung der Sans-Papiers (GVSP), durch die systematische Abgabe von Zahnpflegeprodukten, durch die Vermittlung von zahnmedizinischem Wissen in Präventionskursen sowie durch die Finanzierung von zahnärztlichen und dentalhygienischen Behandlungen sichergestellt werden. 

Active and dignified ageing III

Vorliegendes Projekt konzentriert sich auf die weitere Verbesserung der Qualität der psychosozialen häuslichen Pflegedienste in Kirgistan für gefährdete ältere Menschen. Dies erfolgt durch Stärkung der Kapazitäten der Dienstleister, durch kontinuierliche Advocacy und Modernisierung der anwendbaren Politik, durch die Deckung des zusätzlichen Bedarfs durch Freiwilligendienste und durch die Befähigung älterer Menschen zu gesundem und aktivem Altern.

WASH ez-Zor

Im Gouvernement Deir ez-Zor kam es aufgrund des Konflikts zu erheblichen Schäden an der Infrastruktur und den Lebensgrundlagen. Ziel dieses Projekts ist es, den Zugang zu sauberem Wasser in ausreichender Menge für 70'000 Menschen in zwei Gemeinden zu verbessern. Die am stärksten gefährdeten Menschen erhalten Material und Schulungen betreffend Lagerung und sicherem Umgang mit Wasser zu Hause und werden zudem in diesbezüglichen Hygienefragen instruiert.

Jahr 2018

Ausbau gynäkologisches Angebot für Sans-Papiers

Die Gesundheitsversorgung SRK bietet seit rund zwei Jahren eine gynäkologische Sprechstunde mit Hilfe von freiwillig tätigen Gynäkologinnen und Gynäkologen an. Dieses Angebot ermöglicht betroffenen Frauen einen niederschwelligen, wenn nötig auch anonymen Zugang zur gynäkologischen und geburtshelferischen Grundversorgung, Beratung und Behandlung. Es ist in dieser Form das einzige seiner Art im Kanton Bern. Mit dem Projekt sollen die Fortführung sowie der Ausbau des gynäkologischen Angebots gesichert werden.

REDOG, der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde

Ziel einer Weiterentwicklung der Einsatzleitung ist es, die Effizienz bei einem nationalen Einsatz im Bereich der Vermisstensuche zu erhöhen, die internen Prozesse zu vereinfachen und damit schneller auf Platz zu sein. Dafür wird einerseits die Art und Weise der Alarmierung REDOG-intern optimiert (Ablauforganisation, neue Funktion "Chef Einsatz"), andererseits sind Investitionen in Hard- und Software nötig; dazu kommen Kosten für Schulungen.

SMSV - Schweizerischer Militär-Sanitäts-Verband

Fit für die Zukunft: Damit der SMSV auch in Zukunft optimal aufgestellt und positioniert ist, hat der Zentralvorstand an seiner Sitzung im Juni beschlossen, das Programm "Fit für die Zukunft" zu starten. Das Programm beinhaltet die folgenden drei Punkte: Erarbeiten einer neuen SMSV-Dachstrategie mit dem Zeithorizont 2025, eine SMSV-Ausbildungsstruktur 2020 sowie die Aktualisierung von Kommunikationsmitteln bwz. des Marktauftritts des SMSV.

Ghana Mother and Newborn Child Health MNCH

Im Norden Ghanas sensibilisiert das lokale Rote Kreuz die Dorfgemeinden, um die hohe Mutter-, Kind- und insbesondere die Neugeborenensterblichkeit zu reduzieren. Ausgebildete Rotkreuzhelferinnen und Rotkreuzhelfer vermitteln Wissen und zeigen wichtige Gesundheitspraktiken für Schwangere und Neugeborene. Für eine professionelle Betreuung werden die Dorfbewohner mittels Motoambulanzen, welche auch unwegsame Gebiete erreichen, den staatlichen Gesundheitsbehörden überwiesen.

Nepal - Community Action for Health

Dieses neue Projekt strebt an, die Errungenschaften früherer Phasen zur Verbesserung des Zugangs der ländlichen Bevölkerung zur öffentlichen Gesundheitsversorgung in Nepals Midwest Region weiter zu entwickeln. Neben der Qualitätssteigerung der medizinischen Dienstleistungen in Gemeindekliniken und Outreach-Programmen wird Grundlagenarbeit durch Kapazitätsstärkung der lokalen Gesundheitsbehörden gefördert.

Jahr 2017

Optimierung Angebot Patientenverfügung

Seit Anfang 2013 wird das umfassende Angebot der Dienstleistung mit Beratung, Hinterlegung, Aktualisierung und dem Formular „Patientenverfügung“ (PV) des SRK genutzt. Nach einigen Jahren Laufzeit erscheint der Zeitpunkt günstig, erste Teilaspekte – die Beratung und das Formular – zu evaluieren. Das Formular wird modularisiert, es erhält ein neues Layout und wird in weitere Sprachen übersetzt. Dabei stellt die evaluative Begleitung der national bedeutsamen Dienstleistung ein zentrales Qualitätskriterium dar.

Psychosoziales Gruppenangebot START

Mit dem im Ausland erprobten und nun von der Geschäftsstelle SRK für die Schweiz angepassten aufsuchenden psychosozialen Gruppenangebot START sollen Kinder und Jugendliche, welche in die Schweiz geflüchtet sind, stabilisiert und ihre Ressourcen gestärkt werden; dies als Voraussetzung für ihre soziale und berufliche Integration. Die Gruppenaktivitäten werden vor Ort niederschwellig von professionellem Personal angeboten.

Mutter-Kind-Gesundheit

Das Projekt verbessert die Mutter-Kind-Gesundheit in Pakistan, Distrikt Dadu, durch die Stärkung des staatlichen Gesundheitssystems. Dies beinhaltet eine gezielte Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals, Verbesserung der Infrastruktur und Ausrüstung der Gesundheitszentren, Sensibilisierung der Dorfbevölkerung sowie die Verbesserung des Referenzsystems zu höheren medizinischen Einrichtungen.

Schwimm- und Wassersicherheitsunterricht im See

Den Unfall- zum Unterrichtsort machen – dies bezweckt das vorliegende Pilotprojekt mit der Gemeinde / Schule Hochdorf. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen Materialien und Angebote entwickelt werden, um das Mo-dell in andere Gemeinden zu multiplizieren so, dass langfristig das Wissen über das richtige Verhalten in, an und auf offenen Gewässern steigt.

Jahr 2016

Bewegung und Begegnung mit Asylsuchenden im Aargau

Das Projekt „Bewegung und Begegnung mit Asylsuchenden“ schafft im Kanton ein kostengünstiges und niederschwelliges Angebot, welches Asylsuchende und junge Freiwillige zusammenführt und mit sportlichen und gemeinschaftsbildenden Aktivitäten zur Förderung der Gesundheit, der Deutschkenntnisse und der Integration beiträgt.

Wassersicherheit für Asylsuchende

Im Rahmen des Projektes sollen für die Sommersaison 2016 konkrete Mass-nahmen zur Verhinderung von Ertrinkungsunfällen von Asylsuchenden erarbeitet und umgesetzt werden. Die Massnahmen 2016 dienen darüber hinaus als „Vorstudie“ für nötigenfalls weiterführende Massnahmen in den Folgejahren. Generiertes Wissen und gemachte Erfahrungen aus den durchgeführten Massnahmen sollen zudem auch anderen Länderorganisationen zur Verfügung gestellt werden.

Stärkung der Dorfkliniken

Das Projekt stärkt die Basisstufe des staatlichen Gesundheitssystems in Bangladesch im Distrikt Rajshani durch gezielte Weiterbildung der Angestellten, die für das Management der Kliniken zuständig sind. Es strebt ein verbessertes Referenzsystem zu den höheren medizinischen Einrichtungen an. Die gezielte Information der Bevölkerung zu Gesundheitsthemen und zum Angebot der Dorfkliniken ist wichtiger Bestandteil der Aktivitäten.

Nationale Fachtagung

Im Jubiläumsjahr „150 Jahre“ lautet die Botschaft des SRK als humanitärer Gesundheitsorganisation, dass Gesundheit kein Gut für Privilegierte sein soll. Das SRK leistet im In- und Ausland wichtige Beiträge zur Basisgesundheit der Bevölkerung, insbesondere für Menschen in verletzlichen Situationen, und setzt sich für „Gesundheit für Alle“ als gemeinsame Aufgabe staatlicher und nichtstaatlicher Akteure ein. Die 14. Nationale Fachtagung 2016 bieten zum Thema Gesundheitsversorgung von Menschen in verletzlichen Lebenslagen einen Erfahrungsaustausch unter Fachleuten und SRK-Mitarbeitenden und vermittelt Wissen und Einblicke in die In- und Auslandsarbeit des SRK.

Erweiterte Erste-Hilfe-Ausbildung von Lastwagenfahrern

Eine Erste-Hilfe-Ausbildung für Berufschauffeure muss auf deren spezielle Bedürfnisse ausgerichtet sein, denn jeden Tag erleiden sie die unterschiedlichsten Verletzungen beim Verladen, bei Verkehrsunfällen etc.. Die Behandlung und Betreuung liegt meistens in den Händen der Geschädigten oder deren Berufskollegen. Aus diesem Grunde ist es enorm wichtig, dass diese Personen eine zielgerichtete, einfache, aber wirksame Erste-Hilfe-Ausbildung erhalten.

Ältere Migrantinnen und Migranten

Mit der nationalen Tagung 2016 werden Akteure in den Berufsfeldern Gesundheit, Alter, Integration/Migration für die Situation und Bedürfnisse älterer Migrantinnen und Migranten in den Bereichen Gesundheit, Pflege und soziale Sicherheit sensibilisiert. Das Zielpublikum wird dazu befähigt, koordiniert zur Gesundheitsförderung und Verbesserung des Zugangs der älteren Migrationsbevölkerung zur Gesundheitsversorgung, speziell zur ambulanten und stationären Pflege, beizutragen.